Backen ist bei uns Familientradition

Im Jahr 1933, als ein Brötchen noch 3 Pfennig kostet, eröffnet Fritz Maus in der Innenstadt von Bonn die erste Maus-Bäckerei. Als Spross einer kinderreichen Familie hatte er eine Bäckerlehre in Düsseldorf absolviert, seine Gesellenjahre in der schwierigen Zeit nach dem ersten Weltkrieg in Düsseldorf und Köln verbracht und 1927 die Meisterprüfung erfolgreich vor der Handwerkskammer Köln abgelegt. Wenig später übernahm er eine Meisterstelle bei Konditormeister Altendorf in der Bonner Kaufmannsstraße.

Die Weltwirtschaftskrise vernichtet damals viele Existenzen, und als auch Fritz Maus seine Stelle verliert, macht er aus der Not eine Tugend und wagt, unterstützt von seiner jungen Frau Maria, den Schritt in die Selbständigkeit.

Ein Jahr nach der Geschäftseröffnung erblickt Sohn Willi das Licht der Welt. Dem Naziregime, das damals allen Geschäftsleuten dringend die Mitgliedschaft in der Partei empfahl, widersteht Fritz Maus, wofür er manche Benachteiligung in Kauf nehmen muss. Aber als bei Beginn des Zweiten Weltkriegs die Wehrmacht alle verfügbaren Männer zu Soldaten macht, hat er Glück: Als Bäcker übt Fritz Maus eine kriegswichtige Tätigkeit aus und ist dadurch vor dem Zugriff der Wehrmacht geschützt. Im Oktober 1944 wird die Bäckerei durch amerikanische Bomber zerstört. Fritz Maus findet vorübergehend Arbeit im Betrieb des Bäckermeisters Peter Wölbert in Bad Godesberg, der noch im Krieg war. Im April 1947 übernimmt er die Bäckerei von Gottfried Meyer in der Kirchstraße 6 in Bad Godesberg (hinter der Marienkirche). Die Backstube hat noch die Technik der Jahrhundertwende, gebacken wird Maisbrot und Brötchen aus dunklem Mehl. Ab 1949 beginnt Sohn Willi eine Bäckerlehre im väterlichen Betrieb, in dem immer noch der älteste Backofen von Bad Godesberg steht. Nach der Gesellenprüfung 1952 arbeitet er in verschiedenen Betrieben, legt 1955 in Köln die Meisterprüfung ab und kehrt ins väterliche Geschäft zurück. In der Backstube schuften jetzt der Altmeister, der junge Meister, ein Geselle und zwei Lehrlinge. Schon 1952 war die Backstube vergrößert und ein neuer Dampfbackofen installiert worden. Weitere wichtige Investitionen betrafen den „Fuhrpark“: 2 Fahrräder wurden angeschafft, um Bestellungen auszuliefern. Der Betrieb wächst kontinuierlich. Personalzuwachs erhält der Betrieb 1959: Willi Maus heiratet, und seine Frau Anneliese hilft sofort tatkräftig mit. Preise zu der Zeit: Brötchen 15 Pf, ein Kilo Brot 72 Pf, 500 Gr. Schwarzbrot 48 Pf, ein Teilchen 60 Pf. In den Jahren von 1960 bis 1965 wird weiter in die Technik investiert: Mit einem gasbetriebenen Vier-Etagenbackofen, Froster und neuer Knettechnik kann von nun an wirtschaftlicher gearbeitet werden. 1965 erblickt Sohn Rolf das Licht der Welt, die 3.Bäcker-Generation steht in den Startlöchern. Im Zuge der Altstadtsanierung muss die Bäckerei Maus 1965 ihren Standort aufgeben, auf dem Heiderhof wird ein neuer Betrieb errichtet. Nach dem Kauf eines Grundstücks auf der Godesberger Brunnenallee wird Ende 1968 mit dem Neubau einer Bäckerei mit Wohnungen begonnen. Am 23.Oktober wird das Geschäft eröffnet. Es ist der 69. Geburtstag des Firmengründers Fritz Maus, der sich jetzt nach einem erfüllten Berufsleben in den wohlverdienten Ruhestand begibt.
  • 1970 – 1980
    Die Bäckerei entwickelt sich weiter: neue 18 qm Öfen, 11 Tonnen Mehlsilo, Kühl- und Gärtechnik, Teigabwieger, Ausrollmaschinen 16 Mitarbeiter in Produktion und Verkauf sorgen mit Fleiss für das Image der Bäckerei Maus in der City.
  • 1980 – 1983
    Sohn Rolf macht seine Bäckerlehre in der Bäckerei Knappke. Am 01. November 1983 feierten wir mit einem Tag der offenen Tür "50 Jahre Bäckerei Maus". Unser Dank gilt allen Beteiligten.
  • 1986
    Am 01. April ist die Eröffnung der Filiale am Theaterplatz 1a in Kooperation mit der Bäckerei Klaus Stendebach.Die Auslastung der Backstube wurde verbessert ohne Neuinvestitionen, gepaart mit einer sehr großen Angebotsbreite in der Innenstadt.
  • 1988
    Es werden neue Thermoölbacköfen installiert, sowie EDV für die Betriebsführung, Buchhaltung und Lohnabrechung.
  • 1989
    Im August legt Rolf Maus seine Meisterprüfung nach Bundeswehr und Gesellenstellen in Köln und Roisdorf ab.
  • 1992
    Am 01. Januar übernimmt Rolf Maus die Bäckerei des Vaters der seinerseits mit seiner Ehefrau helfend und beratend zur Verfügung steht. Der Start der 3. Generation.
  • 1993
    Großzügiger Ladenumbau im Hauptgeschäft mit Stehcafe und integriertem Snackbereich. In Partnerschaft mit der Höfegemeinschaft Siebengebirge wurde mit der Getreideverarbeitung aus ökologisch kontrolliertem Anbau begonnen.
  • 1994
    Am 1. Oktober ist die Übernahme der Bäckerei Herbst in der Paul Kempstraße 1 mit einer Filiale in Lannesdorf, Drachenburgstraße 85. Eine neue Logistik sorgte in kurzer Zeit für eine reibungslose Produktion in zwei Backstuben und Verkauf in fünf Geschäften.
  • 1996
    Die Gemeinschaft Stendebach und Maus wird nach Ablauf des Mietvertrages nicht mehr fortgesetzt. Eduscho wird Nachfolger.
  • 1999
    Bis dahin wurden alle Verkaufsstellen neu eingerichtet. Die Backstuben wurden durch Erweiterung der Kühltechnik noch effizienter. So wird zum Millennium auf 440 qm Backfläche, mit handwerklichem Können täglich frisch gebacken für über 1500 Kunden und Großabnehmer.
  • 2004
    Eröffnung unserer 5. Filiale in Friesdorf, Annabergerstr. 75. Hier eröffneten wir ein schönes kleines Bäckerei-Maus Cafe, wo man unsere qualitativ hochwertigen Produkte auch gemütlich bei einer Tasse Kaffee oder einem Kakao zu sich nehmen kann.
  • Sonstiges
    Die aus den kleinsten Anfängen gegründete City-Bäckerei Maus wird weiter in Bad Godesberg aus Tradition Backwaren in Topp-Qualität und Vielfalt anbieten. Wir verarbeiten nur 1A Mehlqualitäten der Ellmühle Köln, die für uns immer die besten Sorten einkaufen. Sie mischen die besten Getreide aus Deutschland, Frankreich und den USA, damit wir immer optimale Backergebnisse erzielen können. Wir erhalten so einen hohen Qualitätsvorsprung, den wir an unsere Kunden weitergeben. Aufgrund der höheren Preise für diese Mehle (Weizen 15%, Dinkelvollkorn 150%) ergeben sich auch zwangsläufig für unsere Backwaren höhere Preise.